RDoS: Wenn DDoS zur Erpressung wird
Ransom-DDoS-Banden drohen mit Angriffen und fordern Lösegeld. Wir erklären, wie eine RDoS-Kampagne abläuft, warum Sie nicht zahlen sollten und wie Sie sich vorbereiten.
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RDoS (Ransom Denial of Service) ist die Erpressungsvariante des DDoS-Angriffs: Kriminelle drohen mit einem massiven Angriff auf Ihre Infrastruktur und fordern eine Zahlung - oft in Kryptowährung -, um ihn nicht durchzuführen oder zu beenden.
Wie eine RDoS-Erpressung abläuft
- 1Drohung: Sie erhalten eine E-Mail, die einen Angriff ankündigt und ein Lösegeld bis zu einer Frist fordert.
- 2Demo-Angriff: Zur Untermauerung folgt häufig ein kurzer, gezielter Angriff als 'Kostprobe'.
- 3Eskalation: Wird nicht gezahlt, drohen die Täter mit größeren, längeren Angriffen.
BSI-Lagebericht 2021: DDoS-Schutzgelderpressung
Sollten Sie zahlen?
Nein. Eine Zahlung garantiert weder ein Ende des Angriffs noch Schutz vor weiteren Forderungen. Das BSI rät bei Ransomware-Erpressung grundsätzlich davon ab, auf die Erpressung einzugehen oder Lösegeld zu zahlen. RDoS nutzt einen anderen technischen Angriffsweg, folgt aber derselben Erpressungslogik: Stimmen Sie das Vorgehen mit Strafverfolgungsbehörden und Rechtsberatung ab und aktivieren Sie parallel die technische Mitigation.
BSI: Erste Hilfe bei einem schweren IT-Sicherheitsvorfall
Wie Sie sich vorbereiten
- Mitigation auf Netzwerkebene aktivieren, idealerweise mit Always-on-Option.
- Einen Eskalations- und Kommunikationsplan bereithalten (wer entscheidet, wer informiert).
- Kapazitätsreserven und 24/7-Support beim Upstream sicherstellen.
- Drohung dokumentieren und den Vorfall den Behörden melden.
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Unser DDoS-geschützter IP Transit filtert Angriffe im Netz, bevor sie Ihren Anschluss erreichen. Im Ernstfall erreichen Sie 24/7 echte Netzwerk-Engineers, die mit Ihnen die Mitigation steuern.
Fazit
Dokumentieren Sie Drohungen, sichern Sie den Kontakt zum Upstream und prüfen Sie die Erreichbarkeit Ihrer Dienste während der Mitigation. Technische Vorbereitung verringert das Risiko, garantiert aber nicht, dass ein Angriff folgenlos bleibt.